Cadaqués

Wenn man sich Cadaqués aus Richtung El Port de la Selva nähert und sich
durch die Serpentinen des Gebirges Richtung Meer gekämpft hat, glaubt man
eine Hollywoodkulisse vor sich zu sehen: Eine kleine, gänzlich weiße Stadt
(1500 Ew.) schmiegt sich an die Bucht, deren Wasser unwirklich blau strahlt.
Die höchste Erhebung ist der Turm der barocken Pfarrkirche. Berühmt wurde
Cadaqués durch seine bedeutende Künstlerkolonie. Maler, Schriftsteller,
Musiker fühlten sich vom »schönsten Dorf der Welt« angezogen: Pablo Picasso,
Marcel Duchamps, Henri Matisse, Max Ernst, Paul Eluard, Federico García
Lorca, André Breton, Gabriel García Márquez - und natürlich Salvador Dalí.
Er verbrachte hier als Kind die Sommerferien auf dem elterlichen Gut und zog
später mit seiner Frau Gala ganz in die Nähe von Cadaqués. Dalí hat der Ort
sein heutiges, unverfälschtes Ambiente zu verdanken. Während des Booms an
der Costa Brava wollten auch die Fischer von Cadaqués mit großen Hotels und
vielen Gästen ihr Geld machen. Dalí setzte sich vehement dafür ein, dass
dieser Ort nicht auf solch entsetzliche Weise urbanisiert wurde. |
Sant Pere de Rhodes
Das
Kloster steht auf der Höhe zwischen Roses und Port de la Selva. Diese
Benediktiner-Abtei ist die mächtigste in dieser Gegend. Die Kirche bestand
bereits im VIII Jahrhundert. Die älteste Erwähnung ihrer Existenz datiert
von 878.

El Port de la Selva
8 km südöstlich von Llançà liegt dieser
kleine, ebenfalls sehr idyllische Fischerort (1000 Ew.) an einer traumhaften
Bucht, deren Wasser so still ist wie ein Binnensee. Im Hintergrund erheben
sich die Berge der Sierra de Montaña Negra, auch Sierra de Roda genannt. Sie
müssen früher von einem undurchdringlichen Wald überzogen gewesen sein, denn
Selva bedeutet eigentlich »Urwald«. So war nur der Zugang vom Meer aus
möglich, was in vorgeschichtlicher Zeit für die Bewohner eine gewisse
Sicherheit bedeutete. Tatsächlich hat man in der Gegend Steinmesser, Keramik
und bei Punta del Pi rund 70 Gräber aus der Eisenzeit gefunden |
Roses
Die Stadt an der gleichnamigen, weiten Bucht
hat rund 12 000 Einwohner. Schon 400 Jahre v. Chr. gab es hier eine Siedlung
der Griechen, die offensichtlich den natürlichen Hafen für ihren Handel
ideal fanden. Roses gewann im Mittelalter an Bedeutung, als die katalanische
Flotte hier ihren Stützpunkt hatte. Carlos I. baute den Ort noch aus und
befestigte ihn mit einer Burg, der Ciutadella. Später wurde Roses ein
wichtiger Hafen für die Sardinenflotte der Costa Brava, die auch heute noch
von hier aus arbeitet. |
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